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Von Bruder Oliver

Heute möchte ich in wenigen Worten beleuchten, warum wir Freimaurer das sogenannte Johannisfest feiern – ein fester Bestandteil unseres maurerischen Kalenders.

Das Johannisfest wird traditionell um die Zeit der Sommersonnenwende gefeiert, also um den 24. Juni herum. Dieses Datum ist auch der Geburtstag des Heiligen Johannes des Täufers, der in der christlichen Tradition eine zentrale Rolle spielt – und in der Freimaurerei symbolisch verehrt wird.

Warum gerade Johannes der Täufer? In der Freimaurerei stehen zwei Johannesgestalten im Zentrum.

Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist.

Sie verkörpern Gegensätze und doch Ergänzungen.

Aktion und Kontemplation, äußeres Wirken und inneres Erkennen. Das Johannisfest erinnert uns daran, dass wir als Freimaurer Balance suchen zwischen Licht und Dunkelheit, Geist und Tat.

Die Sommersonnenwende, das „Hochfest des Lichts“, markiert zudem den längsten Tag des Jahres. Es ist ein Sinnbild für das Licht, das wir als Suchende im Tempel des Lebens anstreben. Es ist eine Zeit der Reflexion, der Erneuerung und des Neubeginns. Wir feiern also nicht nur ein Fest im Jahreskreis, sondern auch einen inneren Weg, den jeder von uns beschreitet.

Das Johannisfest ist somit mehr als eine Tradition – es ist ein lebendiger Ausdruck unseres freimaurerischen Selbstverständnisses.

Die Suche nach Erkenntnis, das Streben nach Licht und die Verpflichtung zur Humanität.